Claire Felsenburg 17

Es war ein unvergessliches Kapitel in meiner Jugend, denn wir hatten fast kein Spielzeug besessen. Das war so ein Erlebnis, der Kopf war weg. Aber Aron war ein prachtvoller Kerl, er liebte unsere Mutter sehr. Ich weiß nicht was aus allen geworden ist. Sie haben sich noch geschrieben, aber dann ist alles auseinander. Ich war ca. zehn Jahre alt. Ich habe es nicht ertragen, dass meine Mutter verstoßen war von den Eltern. Ich sagte ihr, sie müsse ihre Mutter besuchen. Tatsächlich hat sie sich das Geld zusammen gespart und ist alleine hingefahren. Sie fuhr hin und ich bin im Haushalt zurückgeblieben, um auf die Kinder aufzupassen. Unsere Mutter hat immer den Kindern, ob sie Geld hatte oder nicht, zehn Groschen für Schokolade gegeben. Diesmal war sie aber nicht da und ich musste die Mittel einteilen. Noch jetzt hält mir Liesl als Erwachsene vor, dass ich ihnen kein Geld gab, sondern selbst die Schokolade einteilte im Brot. Nach ein paar Tagen kam die Mutter zurück und wir waren neugierig auf die Erzählung vom Wiedersehen. Das berührte mich sehr, denn die Mutter hatte sie nicht erkannt. Das hat mich sehr bekümmert.
Diese Sachen haben mich sehr erschüttert und beeindruckt, auch wenn sie für irgendein Leben unwichtig waren, die eigene Mutter. Das war wie ich ungefähr zehn, oder neun Jahre alt war.
Diese kleinen Begebenheiten, so wie der Tod von dem kleinen Buben, das hat mich sehr erschüttert. Wir sind an der Mutter so gehangen.