Kindheit und Jugend 17

Rote Falken Wien | 9. Bezirk

Rote Falken, war eine 1925 entstandene und 1934 aufgelöste sozialdemokratische Kinderorganisation für 12- bis
15-Jährige. Nach Kriegsende 1945 gründete sich der Kinder- und Jugendverband neu.

Der Bezirksgruppe im Alsergrund angehört haben: u. a. Rudolf „Rudi“ Ekstein[1], die Brüder Christian und Engelbert Broda[2], Friedrich „Fritzi“ Muzyka[3], die Brüder Eduard und Alfred „Fredi“ Rabofsky[4] und Walburg „Burgel“ Tietze[5].
Im Februar 1934, nachdem alle (noch legalen) Gewerkschaften, kommunistischen und sozialdemokratischen Organisationen verboten wurden, setzten viele der jungen Leute, den Weg des Widerstandes als Mitglieder im Kommunistischen Jugendverband (KJV) fort.

    GLOSSAR
  1. Rudolf Ekstein, Psychoanalytiker und bedeutender Vertreter der Psychoanalytischen Pädagogik seit ihren Anfängen.
    Rudolf Ekstein emigrierte im August 1938 über London in die USA.
  2. Christian Broda, österreichischer Politiker (SPÖ) und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus,
    Engelbert Broda, Naturwissenschaftler und Chemiker.
  3. Friedrich Muzyka, Buchdrucker und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime.
    Friedrich Muzyka wurde am 24.5.1944 im Wiener Landesgericht hingerichtet.
  4. Alfred Rabofsky, Schriftsetzer, Sanitätsunteroffizier der Wehrmacht und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime.
    Alfred Rabofsky wurde am 19.9.1944 im Wiener Landesgericht hingerichtet.
  5. Walburg Rusch-Tietze, Graphikerin. Tochter des renommierten Kunsthistorikerehepaars Erica Tietze-Conrat und Hans Tietze,
    Nichte der berühmten Bildhauerin Ilse von Twardowski-Conrat.